Archiv für den Monat April 2017

Focaccia

Heute hatte ich spontan Lust auf Focaccia. Und weil meine Vorratskammer immer gut gefüllt ist, war es kein Problem dieser Lust zu frönen.

Zutaten:

350 g lauwarmes Wasser

1 TL Zucker

1 Tütchen Trockenhefe

550 g Mehl

1,5 TL Salz

4 EL Olivenöl (in den Teig)

4 EL Olivenöl (auf den Teig)

etwas Grieß (Polenta-, Weich-/Hartweizengrieß)

Belag nach Wunsch (ich sage unten dazu mehr).

Zubereitung:

Wasser, Zucker, Hefe verrühren und 10 Minuten ziehen lassen.

Nach den 10 Minuten Mehl und Salz unterkneten. Sobald sich alles etwas verbunden hat (bitte nicht zu lange warten) die 4 EL Öl dazugeben und für ca. 10 Minuten kneten.

Danach den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal von Hand kneten. Der Teig sollte nicht kleben, aber er ist sehr elastisch. Wenn ein schöner homogener Teig entstanden ist, in eine  Rührschüssel geben und eine Stunde ruhen lassen.

Derweil könnt ihr den Belag vorbereiten. Ich hatte Frühlingszwiebel, etwas Knoblauch, rote Zwiebel und ca. 30 g Parmesan, etwas getrockneter Rosmarin.

Man kann Focaccia wirklich nach Geschmack belegen. Frische oder getrocknete Tomaten, Käse aller Sorten von Gorgonzola bis Schafskäse, Parmesan, Pekorino, Höhlenkäse… was ihr am liebsten mögt. Bei allem gilt: Nicht zu viel verwenden, hier ist das Brot der Star!

Gegen Ende der Gehzeit ein Backblech (Bratreine ca. 40×25) mit Olivenöl ausstreichen und mit dem Grieß ausstreuen.

Nach Ablauf der Stunde sollte sich der Teig etwa verdoppelt haben. Ihr nehmt ihn aus der Schüssel und gebt ihn in das Backblech. Ihr könnt jetzt die 4 EL Olivenöl aufpinseln und dann mehrfach herzhaft mit den Fingern in den Teig stechen, so dass die typische Focaccia Oberfläche entsteht.

Nun den Belag auflegen und dann mit einem heißen feuchten Handtuch abdecken. Nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen.

Nach Ablauf der Ruhezeit bei 200°C ca 25 Minuten backen.

Fertig! Guten Appetit.

IMG_2970.JPG

 

 

Advertisements

Frohe Ostern!

Wir wünschen Euch allen schöne Ostertage mit euren Lieben!

2. Update „Samen ohne Namen“ und Discountersaatgut

Mein Samen ohne Namen steht kurz vor dem Outing: Erstes Grün ist zu sehen! Meine anfängliche Vermutung, es könne sich um Kohl handeln, scheint sich nicht zu bestätigen. Die Jungpflanzen streben eindeutig eine längliche Form an, die man von Zwiebeln und Porree kennt. Vielleicht behält screamingcoloursblog Recht und es handelt sich tatsächlich um Porree? Was meint ihr, was wollen die kleinen grünen Stängelchen einmal werden?

IMG_1976

Ach wie gut, dass niemand weiß, daß ich … heiß!

Vom Discountersaatgut gibt es ebenfalls Positives zu berichten. Auch hier spriesst das erste Grün. Estragon und Liebstock sind am Start, Oregano und Pfefferminze lassen weiterhin auf sich warten. Ich bin sehr gespannt, ob die Pfefferminze jemals keimen wird. Als ausgesprochener Lichtkeimer hat sie in der mit Erde bedeckten Saatscheibe besonders schwierige Ausgangsbedingungen.

IMG_1987

Tag 20 nach der Aussaat: 50% Erfolg

Auszug der Jungpflanzen

Ein Teil der Jungpflanzen ist ausgezogen! Im Bollerwagen fuhren Salat, Kohlrabi und Mangold vom Gewächshaus zum  großen Garten, wo sie nun in Reih und Glied im Freilandbeet stehen und hoffentlich gut wachsen und gedeihen.

Ausgesät hatte ich am 25.2.2017. Die Entwicklung der Jungpflanzen war rasant, wie man am Beispiel des Salats sehen kann.

IMG_1315 (Copy)

25.3.2017

IMG_1414 (Copy)

1.4.2017

IMG_1518 (Copy)

4.4.2017

IMG_1687 (Copy)

9.4.2017

IMG_1691 (Copy)

9.4.2017

 

 

Eierlikör-Pralinen

In der Vorbereitung auf Ostern habe ich heute Pralinen gefertigt. Dieses Jahr: Selbstgemachter Eierlikör in selbst gemachten Pralinen.

Der Eierlikör ist ein Rezept für den Thermomix und stammt aus dem Grundkochbuch „Jeden Tag genießen“:

Zutaten für ca. 0,7L Eierlikör: 

200 g Zucker

1 Pck Vanillezucker

250 g Sahne

250 g (ml) Doppelkorn

8 Eigelb

Alle Zutaten werden in den Mixtopf gegeben und dann bei 70°C, 8 Minuten lang auf Stufe 4 vermischt. Danach sofort in saubere, heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

Wer keinen Thermomix hat, macht auch alles in einen Topf, verrührt dann aber die Masse über einem Wasserbad, das bei ca. 70°C bis 80°C temperiert sein sollte. Auf gar keinen Fall darf das Wasser kochen. Fertig ist der Eierlikör, wenn er selbst auch ca. 70°C erreicht hat, und schön cremig abgebunden ist. Für das minutenlange Rühren empfehle ich euch einen Handmixer. Bei Köchen im Fernsehen, mag es ja cool aussehen, wenn die stundenlang von Hand was über dem Wasserbad aufschlagen, aber zuhause gibt das eher einen Tennisarm und schlechte Laune.


So. Damit ist die Pralinenfüllung schon mal fertig. Dann mal weiter zur Praline.

Zutaten für ca. 50 Pralinen (kommt ja immer auf die Größe der Formen an. Meine sind recht groß, man will ja auch was im Mund haben): 

200g Vollmilchkuvertüre

200g Zartbitterschokolade

200g Vollmilchschokolade

Silikon-Pralinenformen

Welche Schokolade oder Kuvertüre ihr nehmt, ist theoretisch völlig gleichgültig. Praktisch empfehle ich euch das zu nehmen, was ihr auch sonst essen würdet. Schmeckt die Schokolade nicht pur, ist kaum zu erwarten, dass sie nach einschmelzen und abkühlen besser schmeckt als vorher. Ich habe heute die Vollmilchkuvertüre von Rewe, die Zartbitterschokolade von Milka und die Vollmilchschokolade von Ritter Sport verwendet. Würde ich Schokolade zum pur essen kaufen, würde ich mich genauso entscheiden.

Wieso mache ich meine Hohlformen selbst?

1.) Naja, zunächst einmal bin ich so unabhängiger und kann jederzeit Pralinen machen wann ich will (vorausgesetzt ich hab ein Kilo Schokolade zu Hause).

2.) Was weiß ich, aus welcher Sorte Schokolade die Hohlformen bestehen die ich kaufe? Wenn ich meinen Lieblingsschokolade schmelze, weiß ich, dass es mir schmecken wird. Es gibt da keine negativen Überraschungen.

3.)  Die Hohlkugeln müsste ich irgendwo lagern und weil ich wirklich selten Pralinen mache, würden sie die meiste Zeit wohl vergammeln. Dafür sind sie zu schade und mir das Geld zu viel.

4.) Wie ihr gleich sehen werdet ist es wirklich unkompliziert Hohlformen selbst herzustellen. Schlimmstenfalls kann man mir Schokoladenverschwendung vorwerfen – denn es fällt schon viel „Rest“ ab. Den kann man aber übrigens auffangen und entweder in einem schwachen Moment futtern, oder halt nächstes Mal wieder mit einschmelzen. Kein Problem.

So. Genug der Vorrede, los geht es:

Erste Regel beim arbeiten mit Schokolade: ALLES was mit der Schokolade in Berührung kommt muss ABSOLUT trocken sein!!! Ein Tropfen Wasser und ihr könnt den guten Stoff wegwerfen.

Zunächst wird die Schokolade geschmolzen. Bei meiner Zartbitter-Vollmilch-Mischung ist dafür eine Temperatur zwischen 50°C-60°C ideal. (Bei weißer Schokolade empfehle ich eine geringere Temperatur, sonst wird sie stumpf. 40°C-50°C, mehr ist bei weißer Schokolade nicht drin.) Ich mache das wieder im Thermomix, zuerst auf Stufe 5 für 5-6 Sekunden klein hacken, dann in 3-4 Minuten schmelzen (mit dem Spatel alles nach unten schieben, sonst habt ihr nachher unliebsame Bröckchen in der Schokolade).

Während das passiert stelle ich mir eine Auffangschüssel (Durchmesser etwas größer als die Pralinenformen) bereit und lege ein Auskühlgitter darüber. Ferner lege ich meinen geliebten Silikonspatel und eine schmale Palette bereit. Die Arbeitsfläche Decke ich mit Alufolie ab – es geht IMMER was daneben (ich empfehle unbedingt eine Schürze zu tragen) und die kalte Schokolade putzt sich blöd von Holzbrettern oder Arbeitsplatten.

Weil es besser zu dosieren ist, benutze ich eine Dekorflasche zum Befüllen der Pralinenformen. Wichtig ist, dass ihr die Formen beim Füllen mit Schokolade wirklich bis zum Rand vollgießt. Es dürfen keine Lücken zum oberen Rand bestehen. Sonst schließt die Hohlform nachher nicht ab. Wenn ihr alle Formen vollgegossen habt, bitte die Form mehrfach kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit eventuelle Luftbläschen nach oben steigen und sich verabschieden. Wir wollen keine Luft in den Formen haben. Was über die Ränder läuft könnt ihr mit einem Silikonspatel oder eine flachen Palette vorsichtig wegstreichen und zurück in den Topf geben oder in die Auffangschüssel.


Jetzt lasst ihr die Form 1-2 Minuten stehen. Am besten irgendwo, wo es etwas kühl ist. Ich hatte zum Beispiel das Fenster kurz geöffnet, damit die Ränder leicht abkühlen können. (Wer im Sommer auf die Idee kommt Pralinen zu machen, sollte bedenken, dass sie unbedingt gekühlt werden müssen, weil die frischen Zutaten schnell verderben. Wer es dennoch probieren will, kann die Pralinenformen kurz vor dem Befüllen 5-10 Minuten in die Tiefkühltruhe packen, damit sie kalt sind und sich der Rand bilden kann.)

Ist die Wartezeit abgelaufen, nehmt ihr die Form und legt sie auf das Abkühlgitter über eurer Auffangschüssel. Die meiste Schokolade fließt jetzt wieder ab, nur die Ränder der Form bleiben drin.




Die Ränder mit der Palette oder dem Silikonspatel nochmal etwas säubern und ab damit in den Kühlschrank. Die Form muss jetzt erst durchkühlen ehe man sie befüllen kann. Da es nicht viel Masse ist, reichen in der Regel 30 Minuten locker aus.

Sind die Formen schön ausgekühlt, kann befüllt werden. Meine ersten Pralinen habe ich immer mit Trüffelmasse befüllt. Die hat den Vorteil, dass sie Fehler – wie z.B. nicht korrekt verschlossene Formen – locker verzeiht. Da ich heute das erste Mal eine wirklich flüssige Füllung verarbeitet habe, habe ich den Eierlikör nur zu 3/4 in die Formen gegossen, damit genug Rand für den Pralinenboden bleibt. Wie sich bei der weiteren Verarbeitung herausstellte, war das eine weise Entscheidung, denn der Eierlikör – dieser Hund – hat sich auch noch am Rand hochgedrückt, wenn ich in der Mitte die Schokolade zum verschließen aufgegossen habe. Also, lieber etwas mehr Rand nach oben freilassen als am Ende 50 Pralinen selber essen, weil misslungen. Das gibt einen mächtigen Kater… 🙂

Ist die Füllung drin, wird die Praline mit dem Rest der geschmolzenen Schokolade verschlossen. Ich hab den Thermomix bei 50°C einfach 45 Minuten laufen lassen, wenn ihr es über einem Wasserbad macht, müsst ihr halt aufpassen, dass nichts zu heiß wird oder der Tropf trocken läuft.

So.  Alles mit Schokolade bedeckt? Vorsichtig glatt streichen und die Ränder mit der Palette sauberstreichen. Hier wirklich nicht den Silikonspatel nehmen, denn der drückt IN die Formen und damit Schokolade und Eierlikör nach oben und das wollen wir jetzt nicht mehr. Und wieder ab damit in den Kühlschrank.

Nach 1-2 Stunden sollte alles soweit fest sein und ihr könnt eine Qualitätskontrolle machen.

So sahen sie bei mir aus, ich finde das kann sich sehen lassen. Und beim anbeißen:

Yammi!

Das gibt’s mal wieder. Bis dahin: Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen. 🙂

Blumenkohl-Nuggets (glutenfrei)

Bei uns gab es heute knusprige Blumenkohl-Nuggets aus dem Ofen. Die Zubereitung dauert etwas länger, ist aber sehr einfach, und die Zeit, die der Blumenkohl im Backofen verbringt, kann man zum Tischdecken und Kücheaufräumen nutzen.

Zutaten: 1 Blumenkohl, 4 EL Speisestärke, 1 Packung Kartoffelpüreepulver, 1 Ei, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 2 EL Öl

Zubereitung

  1. Blumenkohl waschen, in kleine Röschen schneiden und 10 Minuten lang in Salzwasser kochen.
  2. In der Zwischenzeit das Panadentrio vorbereiten: Speisestärke, Kartoffelpüreepulver und verquierltes Ei jeweils in eine kleine, flache Schüssel geben. Ei und Kartoffelpüreepulver mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  3. Blumenkohlröschen nach der Kochzeit sofort in Eiswasser legen und etwas abkühlen lassen.
  4. Backofen auf 200°C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  5. Alle Blumenkohlröschen nacheinander panieren: Zuerst in Speisestärke wälzen, dann durch die flüssige Eimasse ziehen, danach im Kartoffelpüreepulver wälzen. Die Röschen nebeneinander auf das Backblech legen.
  6. Mit Öl beträufeln.
  7. Bei 200°C 12 – 15 Minuten backen.
IMG_1484 (Copy)

Blumenkohl-Nuggets 

Update: Samen ohne Namen und Discountersaatgut

Seit der Aussaat der Kräutersaatscheiben vom Discounter ist eine Woche vergangen. Zeit für ein Update, um den aktuellen Entwicklungsstand zu zeigen. Gerne würde ich von kräftig aus der dunklen Erde drängenden grünen Triebspitzen berichten. Wie man auf dem Foto sieht, gibt es jedoch noch nichts Grünes zu entdecken.

IMG_1480 (Copy)

Kräutersaatscheiben am 01.04.2017

Gut, dann komme ich ohne Umschweife zum nächsten Thema, den Samen ohne Namen. Auch hier ist es Zeit für eine Aktualisierung. Die Keimprobe auf feuchtem Küchenpapier brachte keinen Erfolg. Nach einer Woche war der Samen noch immer nicht gekeimt. Daraus schließe ich, dass es sich nicht um einen Lichtkeimer handelt. Der nächste Versuch sieht so aus:

IMG_1413 (Copy)

Unbekannte Samen – in Erde

Rechts im Bild sind Tomatenjungpflanzen zu sehen, links Kohl. Bei den aktuellen Temperaturen gedeihen die Jungpflanzen prächtig.