Archiv der Kategorie: Brot

Einfaches, schnelles Weißbrot

Kennt ihr das? „Ich muss noch schnell zum Bäcker!“ Dieser Ausruf erfolgt bei uns üblicherweise 5 Minuten ehe der Bäcker schließt und hat meistens zur Folge, dass Industriebrot vom Discounter auf dem Tisch landet. Oder hat der Bäcker bei euch fünf Minuten vor Feierabend noch Brot? Unserer jedenfalls nicht… 

Und überhaupt; nochmal losgehen, NUR um Brot zu holen. Wo alles andere im Haus ist. Voll lästig. 

In diesen Fällen gibt es bei mir immer mein so genanntes Notfallbrot. Das ist nicht unbedingt sehr gesund und nahrhaft, aber es schmeckt uns allen. Und Weizenmehl hab ich eigentlich immer im Haus. 

Zutaten:

600 ml warmes Wasser

2 Pck Trockenbackhefe

80 ml Rapsöl

4 TL Salz

1 TL Zucker

1 kg Mehl

Je nach Geschmack können Leinsamen, Kleie, Sonnenblumenkerne oder ähnliches dazugegeben werden. 

Zubereitung:

Alles in eine Schüssel geben und in 6-8 Minuten zu einem luftigen Teig verkneten. In eine große Kastenform geben und 30 Minuten gehen lassen. 

Dann den Backofen auf 220°C vorheizen. Ist er heiß, das Brot einschneiden, mit Wasser besprühen und für 10 Minuten backen. Nach den 10 Minuten nochmal mit Wasser besprühen und die Temperatur auf 180°C senken. Weitere 45-60 Minuten backen. Fertig ist das Brot, wenn es beim Klopftest hohl klingt. 

Fertig! Guten Appetit. 

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Bärlauchpesto mit Mandeln und Weißbrot

Frühling ist Bärlauchzeit! Ich habe das beliebte Wildgemüse zu einem feinen Pesto mit Mandeln verarbeitet. Dieses Rezept ist schnell gemixt, die Mandeln brauchen nicht geschält zu werden. Zum Bärlauch-Mandel-Pesto passt ein frisch gebackenes knuspriges Weißbrot. Das Brot wird mit einem schnellen Vorteig gebacken. Dadurch wird es besonders knsuprig und bleibt innen saftig.

Bärlauchpesto mit Mandeln

Zutaten

  • 100g Mandeln
  • 100g Bärlauch
  • 100 ml Öl
  • 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung

Mandeln über Nacht in Wasser einweichen. Das Wasser am nächsten Tag abgießen. Bärlauch, Mandeln, Salz, Pfeffer und Zitronensaft mixen. Zum Schluß das Öl in kleinen Portionen zügig untermixen. In ein heiß ausgepültes Glas abfüllen und die Oberfläche des Bärlauch-Mandel-Pestos mit Öl bedecken. Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3-4 Tagen aufbrauchen. Tipp: Funktioniert auch ohne Einweichen der Mandeln!

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Bärlauch-Mandel-Pesto

Weißbrot

Zutaten

  • 1 kg Mehl Typ 55
  • 600 ml Wasser
  • 20g frische Hefe
  • 18g Salz
  • 10g Zucker

Zubereitung

  1. Die Hefe im Wasser auflösen. Zucker und Salz einrühren. 250g des Mehls mit einem Schneebesen klumpenfrei einrühren. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Restliches Mehl zum Vorteig geben. In der Küchenmaschine 6 Minuten lang kneten lassen.
  3. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, falten und rundwirken. Mit der schönen Seite nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen. Abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
  4. Teig auf ein Backblech stürzen. Die Oberfläche des Brotes mehrmals einschneiden und mit Wasser einsprühen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 250° Heißluft 35 Minuten backen. Nach 15 Minuten Backofentür kurz öffnen, um den Wasserdampf entweichen zu lassen, und die Hitze des Backofens auf 190°C reduzieren.

Hefe-Nuss-Rolle {glutenfrei}

Heute war Brotbacktag. Mein Rezept für Kastenweißbrot kennt ihr ja bereits – und wenn der Ofen sowieso aufgeheizt ist, liegt es nahe, nach dem Brot noch etwas Anderes  zu backen. So gab es heute, mitten in der Woche, eine äusserst leckere Hefe-Nuss-Rolle. Damit alle mitessen können, habe ich Reismilch und glutenfreies Mehl* benutzt. Wenn ihr nicht auf Gluten achten müsst, könnt ihr das Rezept mit der gleichen Menge Weizenmehl nachbacken.

Hefe-Nuss-Rolle

Zutaten für den Hefeteig: 125 ml (Reis-)Milch, 40g Honig,  20g Hefe, 50g geschmolzene Butter oder Margarine, 1 zerstoßene Kapsel Kardamom, 1 Ei, 350g Mehl*, 1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung: 190g Honig, 250g gehackte Nüsse, 1 Prise Zimt

Zum Bestreichen: 1 Eigelb

Zum Dekorieren: Hagelzucker

(* Schär Mix B für helles Brot) 

Zubereitung:

1.Die Hefe und den Honig  in der Milch auflösen. Geschmolzene Butter, Ei, Kardamom, Salz und Mehl dazugeben. 5 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Den Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

2.Die gehackten Nüsse ohne Fett in der Pfanne anrösten. Honig in einem kleinen Topf erwärmen, Zimt und Nüsse unterrühren. Abkühlen lassen.

3. Teig nach der Ruhezeit erneut durchkneten, dann zu einem Rechteck ausrollen, das etwas kleiner als euer Backblech ist. Die Füllung auf dem  Teig  verteilen und den Teig dann aufrollen.Ecken nach unten umschlagen. Die Teigoberfläche mit Eigelb bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

4. Bei 160° Umluft 30 Minuten backen.

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Hefe-Nuss-Rolle

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Kastenweißbrot

Link zur Rezepte Link-Party von Gusta!

Pain de campagne -Französisches Landbrot

Heute gibt es ein französisches Landbrot, frisch aus dem Ofen! Gebacken mit Vollkornmehl T150, das mit dem deutschen Weizenmehl 1600 vergleichbar ist, und einem milden Roggensauerteig.

 

Zutaten: 600g Wasser, 15g Hefe, 1 kg Mehl Type 150, 150g Sauerteig, 19g Salz

Zubereitung: Alle Zutaten in der Küchenmaschine 6 Minuten lang kneten.Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mehrmals vom Rand zur Mitte falten und eine Kugel formen. An einem warmen Platz in einem Gärkörbchen gehen lassen, bis der Teig den oberen Rand erreicht. Bei mir dauerte dies 90 Minuten. Oberfläche einschneiden, mit Wasser besprühen und  im vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze 45 Minuten backen. Die ersten 15 Minuten 230°C, die zweiten 15 Minuten auf 190° reduzieren.  Dann den Backofen ausschalten, das Brot mit Wasser einsprühen und 15 Minuten im leicht geöffneten Backofen ohne Hitzezufuhr fertig backen lassen, die Resthitze reicht.

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Baguettes – Tag 4 der Frankreichwoche

Am vierten Tag meiner Frankreichwoche habe ich mich an Baguettes gewagt. Abgesehen von der ewig langen Gehzeit war die Zubereitung gar nicht aufwändig. Beim nächsten mal würde ich die geformten Baguettes noch ein bisschen länger gehen lassen, an diesem Punkt war ich etwas zu ungeduldig. Ausserdem könnten die Baguettes noch etwas mehr Farbe vertragen. Etwas mehr Hitze sollte hier Abhilfe schaffen. Trotz kleiner Schönheitsfehler waren meine ersten selbst gebackenen Baguettes ratzfatz aufgegessen.

Die Entdeckung meiner Frankreichwoche ist das Mehl Type 65, auch als T65 bezeichnet. Dieses nimmt mehr Wasser auf als 550er Mehl, der Teig wird elastisch und geht sehr gut auf. Damit gebackene Brote schmecken kerniger als reine Weißmehlbrote.

Baguettes Parisienne

Zutaten: 360g Mehl T65*, 240g Wasser, 5g frische Hefe, 8g Salz 10g Zucker

Zubereitung

  1. Hefe und Zucker im Wasser auflösen. Ruhen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.
  2. Mehl und Salz hinzufügen. Solange in der Küchenmaschine kneten, bis der Teig beginnt sich vom Schüsselrand zu lösen und eine Kugel zu bilden.
  3. Teig abgedeckt 12 Stunden im Kühlschrank, oder an einem kühlen Ort (8-20°C) gehen lassen.
  4. Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und dritteln.
  5. Mit bemehlten Händen 3 Baguettes formen, die Enden dabei nach unten umschlagen.
  6. Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.
  7. Backofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  8. Baguetteoberfläche einschneiden und mit Wasser besprühen.
  9. 8 Minuten lang bei 230°C backen, die Hitze dann auf 200°C reduzieren und Baguettes 15 Minuten lang fertigbacken.
  10. Nach dem Backen sofort mit Wasser besprühen.
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Vor dem Backen

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Nach dem Backen

Tipp: Besonders einfach lassen sich gedrehte Baguettes formen. Dazu formt man Teigrollen in der Länge des Backbleches, verdreht diese von beiden Enden ausgehend gegengleich und klappt die Enden nach unten unter das Baguette. 

*Mehltyp 65 bezeichnet ein französisches Halbweißmehl, es wird zur Herstellung kerniger Baguettes empfohlen.

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Dieses Mehl Type 65 habe ich benutzt.

Weizenmischbrot

Während der Linseneintopf langsam und gemächlich auf dem Herd vor sich hin kochte, habe ich ein feines Weizenmischbrot zubereitet. Das Verhältnis von Weizen und Roggen beträgt bei diesem Brot ungefähr 60 zu 40. Es ist ein mildes Sauerteigbrot, das wir gerne mögen.

Zutaten:

  • 150g Sauerteig
  • 300g Weizen, frisch gemahlen
  • 130g Roggenmehl Typ 1150
  • 270g Wasser
  • 15g Hefe, frisch
  • 12g Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Backmalz

Zubereitung:

  1. Die Hefe zusammen mit dem Zucker in Wasser auflösen. 10 Minuten ruhen lassen, bis kleine Bläschen sichtbar werden.
  2. Restliche Zutaten dazugeben und in der Küchenmaschine mit Knethaken solange kneten bis sich eine Kugel formt. Bei mir dauerte dies 6 Minuten.
  3. Den Teig 30 – 45  Minuten lang abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und mehrmals vom Rand zur Mitte hin übereinander falten.
  5. Die entstandene Teigkugel mit der schönen Seite nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 – 60 Minuten gehen lassen.
  6. Den Backofen rechtzeitig auf 230°C Ober- Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit aufheizen.
  7. Teig vorsichtig aus dem Gärkörbchen auf das heiße Backblech (bemehlt oder mit Backpapier ausgelegt) stürzen, Oberfläche einschneiden, in den Ofen schieben und eine halbe Tasse Wasser auf den Boden des Backofens gießen.
  8. Backtemperatur nach 10 Minuten auf 190°C reduzieren. Die Backofentür einmal kurz öffnen, um den Wasserdampf entweichen zu lassen.
  9. Brot in weiteren 35 Minuten fertig backen. Nach dem Backen mit Wasser besprühen.

Tipp: Wer mag kann etwas gemahlenes Brotgewürz unter das Mehl mischen. 

Roggenmischbrot

Hier duftet es herrlich nach frisch gebackenem Brot. Anfang der Woche habe ich Sauerteig angesetzt, den ich heute einweihen und das erste Mal damit backen konnte. Gebacken habe ich ein leckeres Roggenmischbrot mit 40% Weizenanteil.

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Zutaten

50g Roggensauerteig, 1/4 Würfel Hefe, 1 EL Backmalz,1 EL Honig, 580g Roggenmehl 1150, 650g Wasser, 400g Weizenmehl, 20g Salz

Zubereitung

Am Vorabend Roggensauerteig mit 180g Roggenmehl und 100g Wasser verrühren. Schüssel abdecken und an einem warmen Ort 12 -15 Stunden ruhen lassen.

Am nächsten Tag Hefe zusammen mit Honig in 550g Wasser auflösen. Den vorbereiteten Roggensauerteig, Backmalz, 400g Roggenmehl und 400g Weizenmehl , sowie das Salz dazugeben und in einer Küchenmaschine mit Knethaken 5 Minuten lang kneten lassen. Teig 15 Minuten lang abgedeckt ruhen lassen. Danach auf einer bemehlten Fläche mit den Händen kurz durchkneten und einen Laib formen. Diesen mit der schönen Seite nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen, abdecken und 45 Minuten lang gehen lassen.

Das Brot vor dem Backen aus dem Gärkörbchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und die Oberfläche mehrmals einschneiden.

Im vorgeheizten Backofen bei 230°C 15 Minuten lang backen. Um ordentlich Wasserdampf zu erzeugen, kippe ich eine halbe Tasse Wasser in die Mitte des Backofenbodens, sobald das Brot im Ofen ist, und schließe die Backofentür sofort wieder. Nach 15 Minuten öffne ich die Tür kurz, um den Dampf entweichen zu lassen. Die Backtemperatur reduziere ich dann auf 200°C und lasse das Brot weitere 40 Minuten backen.

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Aussen knusprig, innen feinporig.

Tipp: Wer einen guten Sauerteig sein Eigen nennt, kann die Hefemenge reduzieren. Meiner ist noch jung und benötigt Unterstützung durch die Hefe.