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Sauerkraut selbermachen

Um Sauerkraut selbst herzustellen benötigt man neben Weißkohl und Salz ein Messer, einen Krauthobel oder eine Küchenmaschine, ein geeignetes Gärgefäß und einen Krautstampfer.

Zutaten

  • Weißkohl
  • Salz: 4 g pro kg Weißkohl
  • etwas zerstoßenen Kümmel

So wird es gemacht

Gärbehälter samt Beschwerungssteinen heiß auswaschen. Die äusseren Blätter des Kohls entfernen und verwerfen. Den Strunk herausschneiden und ebenfalls verwerfen. Für jeden Gärbehälter drei bis vier schöne Kohlblätter zur Seite legen. Große Kohlköpfe vierteln, kleine halbieren und anschließend in feine Streifen schneiden oder hobeln. Wer viel Sauerkraut machen möchte wird spätestens an dieser Stelle wehmütig an vergangene Zeiten denken, als der Krautschneider von Haus zu Haus zog! – Oder eine Küchenmaschine zum Krautschneiden benutzen.

Das geschnittene Kraut schichtweise in den Gärbehälter geben, mit Salz und Kümmel bestreuen und gut feststampfen. Zum Schluß sollte der Gärtopf zu drei Viertel gefüllt sein. Das Kraut sollte mit dem ausgetretenen Saft bedeckt sein. Falls zu wenig Saft vorhanden ist, kann mit abgekochtem Salzwasser  (15g Salz pro Liter) aufgefüllt werden. Das Kraut wird nun mit den zurückbehaltenen Kohlblättern bedeckt. Darauf werden die Beschwerungssteine gelegt und fest angedrückt. Der Saft sollte über den Steinen stehen.

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Den Gärtopf mit dem Deckel schließen und Salzwasser in die Rinne geben. Der Gärtopf ist nun luftdicht verschlossen und sollte ein bis zwei Tage bei Raumtemperatur stehen. Danach stellt man den Gärtopf an einen kühlen, dunklen Ort. Die Rinne muss stets mit Salzwasser gefüllt sein. Der Wasserstand der Rinne muss regelmässig kontrolliert und bei Bedarf Salzwasser nachgefüllt werden! Nach 6 Wochen ist das Sauerkraut fertig. Es kann portionsweise entnommen werden. Die Deckschicht aus Kohlblättern und die Beschwerungssteine müssen nach jeder Entnahme wieder aufgelegt werden. Das Kraut muss stets vom Saft bedeckt sein. Aus dem Gärtopf entnommenes Sauerkraut lässt sich, in einem dicht schliessenden Behältnis, gut eine Woche im Kühschrank lagern. Alternativ kann man das gesamte Sauerkraut auf einmal entnehmen und sofort einfrieren oder einkochen. Der Gärtopf ist dann für den nächsten Einsatz bereit!

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Selbstgemachtes Sauerkraut – eine Delikatesse!

Tipp: Beim Verzehr von rohem Sauerkraut gelangen Milchsäurebakterien unbeschadet in den Verdauungstrakt und können dort ihre Wirkung entfalten. Traditionell wird Sauerkraut jedoch erhitzt – in etwas Fett gedünstet, oder in Brühe gekocht – verzehrt. Das Erhitzen hat seine Berechtigung, dabei zerfallen die  im Sauerkraut reichlich enthaltenen  Ascorbigen A und B in L-Ascorbinsäure (Vitamin C) und  3-Hydroxyindol. Gekochtes Sauerkraut enthält mehr Vitamn C als rohes!