Archiv der Kategorie: Gemüse

Indisches Zucchini-Curry

Die unglaubliche, alljährlich wiederkehrende, Zucchinischwemme ist der Anlass für meinen ersten Beitrag anno 2021. Ich verrate euch mein Rezept für gigantisch leckeres indisches Zucchini-Curry. Da es vegan zubereitet wird können alle mitessen. Außerdem eignet es sich zum Einkochen für den Vorrat, falls ihr euch bereits an Zucchini satt gegessen haben solltet. Als Beilage passen Reis, Kartoffeln oder Naanbrot sehr gut zum indischen Curry.

Zutaten:

1 riesengrosse Zucchini, oder 2 kleinere Exemplare

1 grosse Zwiebel

2 Paprika

2 Karotten

2 Knoblauchzehen

2 Dosen Kokosmilch

2 Esslöffel rote Currypaste

1 Teelöffel Kreuzkümmel

2 Teelöffel Currypulver

1-2 Teelöffel Salz

1 Teelöffel Pfeffer

1 -2 Teelöffel Kurkumapulver

1/2 Teelöffel Chilipulver

Öl

Zubereitung:

Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und in Öl anbraten. Alles in einen grossen Topf geben. Gewürze dazu geben. Erhitzen. Mit Kokosmilch ablöschen, aufkochen und für 8-10 Minuten kochen lassen.

Direkt geniessen, oder in Gläser füllen und im Einkochautomat 30 Minuten bei 90 Grad einkochen.

Blick ins Gewächshaus im Mai

Nach der Ernte von Kohlrabi und Salat konnten  meine Paprika- und Tomatenpflanzen  letzte Woche endlich ins Gewächshaus einziehen. Bevor sich ein wildes Durcheinander von Gemüsepflanzen und Blumen einstellt, gewähre ich euch einen kleinen Einblick.

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Links stehen zwei veredelte Salatgurken (Sorte Phönix) in Mischkultur mit Dill, Phacilia, und Tagetes. Dahinter stehen Paprikapflanzen der Sorten Yolo Wonder, Pantos und Radja gelb. Die rechte Seite ist mit den Tomatensorten Black Cherry, Party, Stabtomate F1, Quadro, Berner Rose und Hellfrucht in Mischkultur mit Sellerie, Salat, Basilikum und Petersilie bepflanzt. In den Pflanzkisten hinter dem Gewächshaus könnt ihr meine Freilandtomaten erkennen. Hier habe ich mich für die Sorten Rote Murmel, Cerise gelb, Bonners Beste, De Berao, Borghese, und Rotkäppchen entschieden. Im Mittelgang des Gewächshauses stehen meine überzähligen Tomaten-, Paprika- und Chilipflanzen, für die ich noch Abnehmer oder einen Platz im Garten finden muss.

 

Chili, Paprika und Gewächshaus

Es ist Frühling. Auf der Fensterbank wachsen die ersten Gemüsepflänzchen, während im  Gewächshaus aufgeräumt wird, damit ich bald die erste Aussaat wagen kann.

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Die Aufräumarbeiten im Gewächshaus überlasse ich den Hennen

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Die Chilipflanzen sind gekeimt

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Die Paprika lässt auf sich warten. In der untersten Reihe, im dritten Topf von links, ist die erste Pflanze gekeimt

Topinambursuppe

Auf meiner Fensterbank sprießen die ersten Paprika- und Physalispflanzen, im Garten blühen die Krokusse. Kulinarisch bleibe ich aber noch bei den Wintergemüsen  und zeige euch heute eine cremige Topinambursuppe. Die Erdartischocke, wie Topinambur auch gennant wird, schmeckt leicht nussig und süßlich. Sie enthält besonders viel Kalium, Eisen und Ballaststoffe, dabei aber nur wenig Kalorien. Klingt gut, oder?

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise

  • 500g Topinambur
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Öl oder Butter
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 TL Essig
  • 1 TL Honig oder andere Süße
  • 750 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Petersilie

Zubereitung

Öl oder Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch grob hacken, Topinambur in fingerdicke Stücke schneiden. Gemüse kurz andünsten, dann mit Wasser aufgiessen. Essig dazugeben.  Mit Salz und Pfeffer würzen. 15 Minuten mit geschlossenem Deckel kochen. Honig hinzufügen und die Suppe fein pürieren. Mit Petersilie bestreuen und servieren.

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Tipp: Topinambur muss nicht geschält werden. 

Saatgutorganisation

Ende nächster Woche werden  zweistellige Temperaturen erwartet. Für die Hobbygärtner unter uns beginnt dann die heiße Phase des Aussäens. Ein gut sortierter und organisierter Saatgutvorrat erleichtert diese Arbeit ungemein. Ich nutze zur Aufbewahrung und Organisation meines Saatguts zwei kleine Kommoden vom Möbelschweden. Die Aufteilung ist eher grob gewählt: Gemüse, Tomaten, Bohnen/Erbsen, Radieschen/Salat, Kürbis/Melone, Spinat/Feldsalt, Kräuter, Bienenweide, Gründüngung, Blumen.

Meinen Tomatensamen habe ich eine eigene Schublade spendiert, weil ich es liebe, viele verschiedene Tomatensorten zu kultivieren. Dazu wird noch ein eigener Beitrag folgen!

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Wie bewahrt ihr eure Saatgutschätze auf?

Chinakohl-Reis-Pfanne

Wintergemüse hat Saison!  Zu meinen liebsten Wintergemüsen zählt eindeutig der Chinakohl. Neben seinem dezent frischen Geschmack mag ich seine Vielseitigkeit in der Küche. Suppe, Salat, Auflauf oder Pfannengericht – Chinakohl passt einfach zu allem! Heute zeige ich euch eine leckere Chinakohl-Reispfanne mit Chili und gerösteten Erdnüssen. Habt ihr auch ein Lieblingsgericht mit Chinakohl? Lasst es mich in den Kommentaren wissen 🙂

Chinakohl-Reis-Pfanne für 4 Personen

Zutaten

  • 300 g Reis, gekocht und abgekühlt
  • 300g Chinakohl
  • 1 Karotte
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Chili, oder Chiliflocken
  • 100 g geröstete Erdnüsse
  • 3 EL Öl
  • 2 Eier Gr. L
  • 2 EL Tamari (Sojasoße)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Petersilie

Zubereitung

Erdnüsse grob hacken. Chili fein hacken. Beides zusammen 1-2 Minuten in Öl anbraten. Nach Wunsch salzen. Zur Seite stellen.

Den gekochten und abgekühlten Reis 8 Minuten lang in Öl anbraten, dabei zwei bis drei Mal wenden. Zur Seite stellen.

Eier mit 1 EL Tamari verquirlen. Zur Seite stellen.

Chinakohl in Streifen schneiden. Karotte in dünne Scheiben hobeln. Knoblauch pressen. Ingwer hacken.  Alles zusammen 2 Minuten in Öl anbraten. Reis dazugeben. Mit 1 EL Tamari beträufeln. Verquirtlte Eier darübergeben und stocken lassen. Den Reis wenden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluß mit Paprikapulver bestreuen, die gerösteten Chili-Erdnusskerne sowie gehackte Petersilie darüberstreuen.

Tipp: Gesalzene Erdnüsse verleihen der Chinakohl-Reis-Pfanne besonders viel Würze.

 

 

Bro-To-Salat

(Gastbeitrag). Ein zweischichtiger Salat bestehend aus einer grünen Brokkoli-Schicht und einer weiß-orangenen Tofu-Karotten-Schicht. Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehaltes besonders in den Wintermonaten zu empfehlen.

 

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Zutaten für 4 Portionen:

Equipment

  • Thermomixer
  • 2 Schüsseln
  • Behälter für Dressing
  • Küchenbrett
  • Messer
  • Schäler

Obere Schicht

  • 300 g Brokkoli
  • 100 g Römersalat

Untere Schicht

  • 200 g Tofu
  • 3 Karotten
  • 1 Apfel
  • 10 g Kürbiskerne
  • 10 g Walnüsse

Dressing

  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Leinöl
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Meersalz
  • 3 Prisen Pfeffer
  • 1 TL Reissirup
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 EL Senf
  • Kräuter

 

Zubereitung:

  1. Brokkoli und Römersalat waschen und schneiden.
  2. Brokkoli und Römersalat im Thermomixer mixen (12 Sekunden, Stufe 5).
  3. In Schüssel umfüllen.
  4. Dressing zubereiten und die Hälfte des Dressings hinzugeben.
  5. Apfel und Karotten waschen, schälen und schneiden.
  6. Tofu schneiden.
  7. Apfel, Karotten, Kürbiskerne, Tofu und Walnüsse im Thermomixer mixen (12 Sekunden, Stufe 5).
  8. In Schüssel umfüllen.
  9. Andere Hälfte des Dressings hinzugeben.
  10. Obere Schicht in Schüssel mit der unteren Schicht umfüllen und auf dieser verteilen.

Guten Appetit.

Rote-Bete-Kokossuppe mit Sternanis

Herrscht bei euch auch Novemberwetter? Als Antwort auf das Novembergrau zeige ich euch heute meine knallpink-leuchtende Rote-Bete-Kokossuppe. Sie gelingt besonders schnell mit vakuumierter, vorgekochter Roten Bete. Die Aromen von Orange, Sternanis und Zimt sorgen für einen angenehm exotischen Geschmack.

Zutaten für 4 Personen (als Vorspeise)

  • 500 g Rote Bete
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück ­Ingwer – 3 cm
  • 150 ml Orangensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • ½ TL Zimt
  • 1 Sternanis
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Rote Bete schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel ebenfalls in kleine Stücke schneiden.  Ingwer schälen und kleinschneiden. Rote Bete und Zwiebel in Öl anbraten.  Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen. Dann Ingwer, Orangensaft, Zimt sowie Sternanis zufügen und zugedeckt ca. 20 Minuten kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sternanis nach der Kochzeit aus der Suppe herausnehmen. Suppe fein pürieren und servieren.

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Rote-Bete-Meerrettich-Aufstrich

Am Bonusfeiertag des Jahres stelle ich euch einen herbstlichen Brotaufstrich vor. Er kommt mit regionalen Zutaten aus, lässt sich schnell und unkompliziert zubereiten, und  überzeugt optisch und geschmacklich!

Zutaten

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  • 500g gekochte und geschälte Rote Bete
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 130 g Meerrettich
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Essig
  • 1 TL Zucker

Zubereitung im Thermomix

  1. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl rösten und etwas abkühlen lassen.
  2. Geröstete Sonnenblumenkerne fein mahlen – 45 Sek. Stufe 6.
  3. Restliche Zutaten zugeben und mixen – 60 Sek. Stufe 6.
  4. In sterilisierte Gläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp: Dank der weichen Zutaten gelingt die  Zubereitung auch mit einem Pürierstab oder Mixer.

Habt alle einen angenehmen Feiertag!

Sauerkraut selbermachen

Um Sauerkraut selbst herzustellen benötigt man neben Weißkohl und Salz ein Messer, einen Krauthobel oder eine Küchenmaschine, ein geeignetes Gärgefäß und einen Krautstampfer.

Zutaten

  • Weißkohl
  • Salz: 4 g pro kg Weißkohl
  • etwas zerstoßenen Kümmel

So wird es gemacht

Gärbehälter samt Beschwerungssteinen heiß auswaschen. Die äusseren Blätter des Kohls entfernen und verwerfen. Den Strunk herausschneiden und ebenfalls verwerfen. Für jeden Gärbehälter drei bis vier schöne Kohlblätter zur Seite legen. Große Kohlköpfe vierteln, kleine halbieren und anschließend in feine Streifen schneiden oder hobeln. Wer viel Sauerkraut machen möchte wird spätestens an dieser Stelle wehmütig an vergangene Zeiten denken, als der Krautschneider von Haus zu Haus zog! – Oder eine Küchenmaschine zum Krautschneiden benutzen.

Das geschnittene Kraut schichtweise in den Gärbehälter geben, mit Salz und Kümmel bestreuen und gut feststampfen. Zum Schluß sollte der Gärtopf zu drei Viertel gefüllt sein. Das Kraut sollte mit dem ausgetretenen Saft bedeckt sein. Falls zu wenig Saft vorhanden ist, kann mit abgekochtem Salzwasser  (15g Salz pro Liter) aufgefüllt werden. Das Kraut wird nun mit den zurückbehaltenen Kohlblättern bedeckt. Darauf werden die Beschwerungssteine gelegt und fest angedrückt. Der Saft sollte über den Steinen stehen.

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Den Gärtopf mit dem Deckel schließen und Salzwasser in die Rinne geben. Der Gärtopf ist nun luftdicht verschlossen und sollte ein bis zwei Tage bei Raumtemperatur stehen. Danach stellt man den Gärtopf an einen kühlen, dunklen Ort. Die Rinne muss stets mit Salzwasser gefüllt sein. Der Wasserstand der Rinne muss regelmässig kontrolliert und bei Bedarf Salzwasser nachgefüllt werden! Nach 6 Wochen ist das Sauerkraut fertig. Es kann portionsweise entnommen werden. Die Deckschicht aus Kohlblättern und die Beschwerungssteine müssen nach jeder Entnahme wieder aufgelegt werden. Das Kraut muss stets vom Saft bedeckt sein. Aus dem Gärtopf entnommenes Sauerkraut lässt sich, in einem dicht schliessenden Behältnis, gut eine Woche im Kühschrank lagern. Alternativ kann man das gesamte Sauerkraut auf einmal entnehmen und sofort einfrieren oder einkochen. Der Gärtopf ist dann für den nächsten Einsatz bereit!

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Selbstgemachtes Sauerkraut – eine Delikatesse!

Tipp: Beim Verzehr von rohem Sauerkraut gelangen Milchsäurebakterien unbeschadet in den Verdauungstrakt und können dort ihre Wirkung entfalten. Traditionell wird Sauerkraut jedoch erhitzt – in etwas Fett gedünstet, oder in Brühe gekocht – verzehrt. Das Erhitzen hat seine Berechtigung, dabei zerfallen die  im Sauerkraut reichlich enthaltenen  Ascorbigen A und B in L-Ascorbinsäure (Vitamin C) und  3-Hydroxyindol. Gekochtes Sauerkraut enthält mehr Vitamn C als rohes!