Archiv der Kategorie: Pralinen

Die Kreativ Welt Frankfurt 2017 – Teil I

Dass Sandra und ich dieses Jahr von der Kreativ Welt Frankfurt berichten dürfen, habe ich euch ja schon verraten. Gestern war Eröffnung und ich habe einen freien Vormittag für eine erste Sichtung genutzt. Da ein Bild mehr erzählt als 1000 Worte: 

Homedeko aus Naturmaterialien ist im Herbst immer voll im Trend. Hier bekommt ihr nicht nur das Material sondern auch viele gute Tipps vom Fachmann und Gestaltungsanregungen für euer Zuhause.


Mit Filz und Holzzuschnitten wird euer Daheim gemütlich und individuell.


Auch Schabloben helfen dabei platzsparend und attraktiv Entspannung ins Haus zu holen.


Keksausstecher und wenig subtil beschriftete Tassen laden zum Verweilen ein und animieren zur Vorbereitung auf die Vorweihnachtszeit.


A pro pos Vorweihnachtszeit… 🎅🏻

Aber Weihnachten ist keineswegs das bestimmende Thema. Beim Ausmalen und Kartenbasteln kann man sich immer gut abreagieren und relaxen. Völlig unabhängig von Jahreszeit und Wetter.


Zeit vertreiben kann man auch beim puzzeln und lesen. Die bunten Buchmagnete helfen dabei den Faden nicht zu verlieren, wenn der Teekessel pfeift.


Wer morgens nicht wach werden will, freut sich vielleicht, wenn ihn im Bad eine der köstlich duftenden Seifen erwartet. Es ist wirklich bedauerlich, dass ich euch keine Duftprobe schicken kann. Ich wollte von dem Stand gar nicht mehr weg…


Hier roch es auch gut; und man konnte es sogar schmecken. Gewürze und Pesti – köstlich und fast wie selbst gemacht.


Ebenfalls ein Dauerbrenner: SCHMUCK!!! Zum selbst machen, fertig kaufen, vor Ort anfertigen. Viele Stände helfen bei der Anfertigung und beraten bei der Zusammenstellung. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch.


Viele Aussteller bieten durchgehend und unkompliziert Workshops an. Ich habe an den Tischen viele glückliche und zufriedene Gesichter gesehen. Ein tolles Angebot.


Wer erschöpft ist findet auf Ebene 2 ruhige Plätzchen zum verschnaufen. Neben Stillzelt und Ritterburg gibt es noch einen großen Kinderbereich, den ich aber aus Rücksicht auf die kleinen Gäste nicht fotografiert habe. Ebenfalls dort oben: Bühne und Die deutlich geschrumpfte Blogger-Lounge.


Mehr Bilder, nicht nur von mir, findet ihr auf Instagram (@kreativweltmesse), Twitter (#kreativwelt17), natürlich bei Facebook, und auf der Internetseite mit vielen weiteren Infos und einem Ticketshop (inkl. Rabatt). 

Sandra und ich werden morgen (Samstag 04.11.17) gegen 13 Uhr bei der Blogger-Lounge vorbeikommen. Sprecht uns gerne an. 😊

Eierlikör-Pralinen

In der Vorbereitung auf Ostern habe ich heute Pralinen gefertigt. Dieses Jahr: Selbstgemachter Eierlikör in selbst gemachten Pralinen.

Der Eierlikör ist ein Rezept für den Thermomix und stammt aus dem Grundkochbuch „Jeden Tag genießen“:

Zutaten für ca. 0,7L Eierlikör: 

200 g Zucker

1 Pck Vanillezucker

250 g Sahne

250 g (ml) Doppelkorn

8 Eigelb

Alle Zutaten werden in den Mixtopf gegeben und dann bei 70°C, 8 Minuten lang auf Stufe 4 vermischt. Danach sofort in saubere, heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

Wer keinen Thermomix hat, macht auch alles in einen Topf, verrührt dann aber die Masse über einem Wasserbad, das bei ca. 70°C bis 80°C temperiert sein sollte. Auf gar keinen Fall darf das Wasser kochen. Fertig ist der Eierlikör, wenn er selbst auch ca. 70°C erreicht hat, und schön cremig abgebunden ist. Für das minutenlange Rühren empfehle ich euch einen Handmixer. Bei Köchen im Fernsehen, mag es ja cool aussehen, wenn die stundenlang von Hand was über dem Wasserbad aufschlagen, aber zuhause gibt das eher einen Tennisarm und schlechte Laune.


So. Damit ist die Pralinenfüllung schon mal fertig. Dann mal weiter zur Praline.

Zutaten für ca. 50 Pralinen (kommt ja immer auf die Größe der Formen an. Meine sind recht groß, man will ja auch was im Mund haben): 

200g Vollmilchkuvertüre

200g Zartbitterschokolade

200g Vollmilchschokolade

Silikon-Pralinenformen

Welche Schokolade oder Kuvertüre ihr nehmt, ist theoretisch völlig gleichgültig. Praktisch empfehle ich euch das zu nehmen, was ihr auch sonst essen würdet. Schmeckt die Schokolade nicht pur, ist kaum zu erwarten, dass sie nach einschmelzen und abkühlen besser schmeckt als vorher. Ich habe heute die Vollmilchkuvertüre von Rewe, die Zartbitterschokolade von Milka und die Vollmilchschokolade von Ritter Sport verwendet. Würde ich Schokolade zum pur essen kaufen, würde ich mich genauso entscheiden.

Wieso mache ich meine Hohlformen selbst?

1.) Naja, zunächst einmal bin ich so unabhängiger und kann jederzeit Pralinen machen wann ich will (vorausgesetzt ich hab ein Kilo Schokolade zu Hause).

2.) Was weiß ich, aus welcher Sorte Schokolade die Hohlformen bestehen die ich kaufe? Wenn ich meinen Lieblingsschokolade schmelze, weiß ich, dass es mir schmecken wird. Es gibt da keine negativen Überraschungen.

3.)  Die Hohlkugeln müsste ich irgendwo lagern und weil ich wirklich selten Pralinen mache, würden sie die meiste Zeit wohl vergammeln. Dafür sind sie zu schade und mir das Geld zu viel.

4.) Wie ihr gleich sehen werdet ist es wirklich unkompliziert Hohlformen selbst herzustellen. Schlimmstenfalls kann man mir Schokoladenverschwendung vorwerfen – denn es fällt schon viel „Rest“ ab. Den kann man aber übrigens auffangen und entweder in einem schwachen Moment futtern, oder halt nächstes Mal wieder mit einschmelzen. Kein Problem.

So. Genug der Vorrede, los geht es:

Erste Regel beim arbeiten mit Schokolade: ALLES was mit der Schokolade in Berührung kommt muss ABSOLUT trocken sein!!! Ein Tropfen Wasser und ihr könnt den guten Stoff wegwerfen.

Zunächst wird die Schokolade geschmolzen. Bei meiner Zartbitter-Vollmilch-Mischung ist dafür eine Temperatur zwischen 50°C-60°C ideal. (Bei weißer Schokolade empfehle ich eine geringere Temperatur, sonst wird sie stumpf. 40°C-50°C, mehr ist bei weißer Schokolade nicht drin.) Ich mache das wieder im Thermomix, zuerst auf Stufe 5 für 5-6 Sekunden klein hacken, dann in 3-4 Minuten schmelzen (mit dem Spatel alles nach unten schieben, sonst habt ihr nachher unliebsame Bröckchen in der Schokolade).

Während das passiert stelle ich mir eine Auffangschüssel (Durchmesser etwas größer als die Pralinenformen) bereit und lege ein Auskühlgitter darüber. Ferner lege ich meinen geliebten Silikonspatel und eine schmale Palette bereit. Die Arbeitsfläche Decke ich mit Alufolie ab – es geht IMMER was daneben (ich empfehle unbedingt eine Schürze zu tragen) und die kalte Schokolade putzt sich blöd von Holzbrettern oder Arbeitsplatten.

Weil es besser zu dosieren ist, benutze ich eine Dekorflasche zum Befüllen der Pralinenformen. Wichtig ist, dass ihr die Formen beim Füllen mit Schokolade wirklich bis zum Rand vollgießt. Es dürfen keine Lücken zum oberen Rand bestehen. Sonst schließt die Hohlform nachher nicht ab. Wenn ihr alle Formen vollgegossen habt, bitte die Form mehrfach kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit eventuelle Luftbläschen nach oben steigen und sich verabschieden. Wir wollen keine Luft in den Formen haben. Was über die Ränder läuft könnt ihr mit einem Silikonspatel oder eine flachen Palette vorsichtig wegstreichen und zurück in den Topf geben oder in die Auffangschüssel.


Jetzt lasst ihr die Form 1-2 Minuten stehen. Am besten irgendwo, wo es etwas kühl ist. Ich hatte zum Beispiel das Fenster kurz geöffnet, damit die Ränder leicht abkühlen können. (Wer im Sommer auf die Idee kommt Pralinen zu machen, sollte bedenken, dass sie unbedingt gekühlt werden müssen, weil die frischen Zutaten schnell verderben. Wer es dennoch probieren will, kann die Pralinenformen kurz vor dem Befüllen 5-10 Minuten in die Tiefkühltruhe packen, damit sie kalt sind und sich der Rand bilden kann.)

Ist die Wartezeit abgelaufen, nehmt ihr die Form und legt sie auf das Abkühlgitter über eurer Auffangschüssel. Die meiste Schokolade fließt jetzt wieder ab, nur die Ränder der Form bleiben drin.




Die Ränder mit der Palette oder dem Silikonspatel nochmal etwas säubern und ab damit in den Kühlschrank. Die Form muss jetzt erst durchkühlen ehe man sie befüllen kann. Da es nicht viel Masse ist, reichen in der Regel 30 Minuten locker aus.

Sind die Formen schön ausgekühlt, kann befüllt werden. Meine ersten Pralinen habe ich immer mit Trüffelmasse befüllt. Die hat den Vorteil, dass sie Fehler – wie z.B. nicht korrekt verschlossene Formen – locker verzeiht. Da ich heute das erste Mal eine wirklich flüssige Füllung verarbeitet habe, habe ich den Eierlikör nur zu 3/4 in die Formen gegossen, damit genug Rand für den Pralinenboden bleibt. Wie sich bei der weiteren Verarbeitung herausstellte, war das eine weise Entscheidung, denn der Eierlikör – dieser Hund – hat sich auch noch am Rand hochgedrückt, wenn ich in der Mitte die Schokolade zum verschließen aufgegossen habe. Also, lieber etwas mehr Rand nach oben freilassen als am Ende 50 Pralinen selber essen, weil misslungen. Das gibt einen mächtigen Kater… 🙂

Ist die Füllung drin, wird die Praline mit dem Rest der geschmolzenen Schokolade verschlossen. Ich hab den Thermomix bei 50°C einfach 45 Minuten laufen lassen, wenn ihr es über einem Wasserbad macht, müsst ihr halt aufpassen, dass nichts zu heiß wird oder der Tropf trocken läuft.

So.  Alles mit Schokolade bedeckt? Vorsichtig glatt streichen und die Ränder mit der Palette sauberstreichen. Hier wirklich nicht den Silikonspatel nehmen, denn der drückt IN die Formen und damit Schokolade und Eierlikör nach oben und das wollen wir jetzt nicht mehr. Und wieder ab damit in den Kühlschrank.

Nach 1-2 Stunden sollte alles soweit fest sein und ihr könnt eine Qualitätskontrolle machen.

So sahen sie bei mir aus, ich finde das kann sich sehen lassen. Und beim anbeißen:

Yammi!

Das gibt’s mal wieder. Bis dahin: Guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen. 🙂

Nougat-Amaranth-Pralinen

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Für die Weihnachtsbäckerei hatte ich zu viele Zutaten eingekauft. Unter anderem sind Nougat und Kuvertüre übrig geblieben, die ich heute endlich verwerten wollte. Weil es schnell gehen sollte, habe ich Pralinen daraus hergestellt. Und was soll ich sagen? Lecker sind sie geworden! Sie waren schneller aufgegessen, als ich gucken konnte.

Zutaten: 125g Nougat, 50g Zartbitter-Kuvertüre, 30g Amaranth gepufft, 1 TL Kokosöl

Zubereitung: Nougat, Kuvertüre und Kokosöl 4 Minuten bei 50°C Stufe 1 im Thermomix erwärmen. Gepufften Amaranth dazugeben und 30 Sekunden Stufe 2, ohne Temperatur, unterrühren. Die Masse mit einem Teelöffel in Pralinenformen füllen. Eine Stunde kühlen, dann aus den Formen lösen.

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Tipp: Für die Zubereitung ohne Thermomix Nougat, Kuvertüre und Kokosöl im Wasserbad erwärmen.

Verlinkt zur Rezepte-Linkparty von facile et beau – Gusta